Die Geschichte

Werdegang der Leipziger Turnerschaft Fridericiana

Am 16. Juli 1882 gründeten 7 Conpennäler der Dresdner Kreuzschule auf der Rudelsburg den „Litterarischen Abend zu Leipzig“. Diese Runde soll zum regelmäßigen Zusammentreffen während ihres Studiums an der Handelshochschule in Leipzig dienen. Ende des selben Jahres lässt man sich dann im Universitätgericht eintragen. Als Erinnerung an die Kreuzschule wählt man für die Farben des Bundes Hellblau – Silber – Dunkelblau.

Um nicht als „Kaffeekränzchen“ dazustehen änderte man im Jahr 1885 den Namen der Verbindung in Studentisch-Wissenschaftlicher Verein Fridericiana. Der Name Fridericiana wird abgeleitet von Friedrich dem Streitbaren, dem Gründer der Universität in Leipzig.

Neben dem wissenschaftlichen Prinzip traten nunmehr verstärkt korporative Elemente auf. Am 2.6.1889 wurde feierlich eine Vereinsfahne geweiht. Seit 1.5.1889 sind die Alten Herren zusammengeschlossen in einem AHV. Beim 10. Stiftungsfest waren schon 24 Alte Herren anwesend.

Im WS 1901 wurde die Bezeichnung „Verein“ ersetzt durch „Verbindung Fridericiana“. Zunehmend gewann das studentische Fechten an Bedeutung.

Ab 1906 bezeichnete sich die Fridericiana als schwarze Verbindung, d.h. nicht farbentragend. 1908 gründete sich der schwarze Verband.

1907 feierte die Fridericiana ihr 25. Stiftungsfest in ihrem ersten selbständig bewirteten Kneiplokal in der Hohe Straße 43. Erstmals kamen wieder Gedanken des Farbentragens auf. Zudem hatte man die Idee eines eigenen Hauses.

Während des ersten Weltkrieges wurde der Bund suspendiert, da kein Aktivenleben möglich war. Nach Ende des Weltkrieges war die Wiederaufnahme des Aktivenlebens anfangs sehr schleppend.

1924 kam die Umbenennung in „Freie schlagende Verbindung Fridericiana“. Zudem wurde der Bund wieder farbentragend und Band und Mütze wurden wieder eingeführt. Noch im selben Jahr schloss sich unsere Fridericiana dem VC an und man benannte sich in Turnerschaft Fridericiana um.

Am 24. Februar 1927 wurde der Grundstein zum Hausbau in der Mainzer Straße gelegt. Am 28. Oktober 1927 wurde feierlich zum 45. Stiftungsfest das neue Haus eingeweiht.

Während des 2. Weltkrieges wurde die Turnerschaft Fridericiana in „Kameradschaft Friedrich der Streitbare“ umgenannt. Ende des zweiten Weltkrieges wird das Haus in der Mainzer Straße zerstört. Ab 1946 nehmen die Bundesbrüder wieder Kontakt zueinander auf. Viele von ihnen flüchten in den Westen.

Dort kommt es 1955 zum Abschluss des Freundschaftverhältnisses mit unserer lieben und befreundeten Turnerschaft Hohenstaufia. Trotz des Bestrebens der T! Hohenstaufia einer Verschmelzung mit unserer Fridericiana verstummt der Wille einer Reaktivierung nicht.

Am 7. November 1964 ist die Reaktivierung in Mannheim als „Leipziger Turnerschaft im CC zu Mannheim/Heidelberg“ dann beschlossene Sache. Am 17. 11. 1964 zieht man in den Friedrichsring 14. 1967 bezieht man eine Etage in der Tattersallstraße 47, bis es am 1. Oktober 1972 zum Hauskauf in Mannheim – Feudenheim kommt.

1999 kommt es zum Aktivenfreundschaftsverhältnis mit der Landsmannschaft Frankonia Frankfurt.